Rolf Spectacles

Rolf Spectacles

In den Bergen Tirols werden von einem kleinen Familienbetrieb hochwertige und sehr leichte Brillenfassungen aus Holz, Bambus und Holz – Steinkombination in Handarbeit hergestellt. Ein Schwerpunkt der Firma ROLF besteht darin, Trends im Design zu setzen und neue Ideen zu verwirklichen. Die ROLF Forschung- und Entwicklungsabteilung erarbeitete ein neuartiges Brillengelenk aus Holz und ein spezielles Verglasungssystem. ROLF Brillefassungen kommen ohne Schrauben und Metall aus und sind aufgrund einer speziellen Oberflächenbehandlung sehr pflegeleicht. Die Fassungen werden in der eigenen Manufaktur in Tirol in vielen Arbeitsschritten von Hand gefertigt. Bei der Firma ROLF werden nicht nur die Brillen designt – vom Sample-Koffer bis zum Messestand wird selbst Hand bei der Gestaltung und Herstellung angelegt.

Die Firma ROLF wurde von Roland Wolf und Marija Iljazovic im gegründet. Die Geschwister der beiden Gründer, Christian Wolf und Martin Iljazovic bereichern die Gesellschaft mit ihren jeweiligen Kompetenzen.

Produktion

Zwischen Rohling und fertiger Brille liegen 78 Arbeitsschritte. Mehrere Stunden Arbeit und hohes handwerkliches Geschick sind von Nöten, um eine Rolf Brille zu fertigen. Insbesondere Schleifarbeiten, welche hohe Konzentration und Genauigkeit voraussetzen, werden von geübten Händen durchgeführt. Eine reibungslose Funktion des Gelenkes setzt eine hohe Genauigkeit voraus. Diese und Teile der Fassung werden maschinell gefräst. Der aufwendige Teil liegt aber im Feinschliff der in händischen Arbeit durchgeführt wird.

ROLF Spectacles wurde am 15. Januar 2009 gegründet. Der erste Span ist bereits im Jahr 2007 geflogen. Mit einfachsten Werkzeugen wurde im Keller des Elternhauses begonnen, Brillenfassungen herzustellen. Der erste Prototyp war bereits nach einem Monat fertig gestellt, das Ergebnis jedoch bei Weitem nicht zufriedenstellend daher musste einiges angeeignet werden.
CNC fräsen, Pressverfahren entwickeln und neue Maschinen bauen um immer näher an die jetzigen Brillen heranzukommen. Auf der Opti 2009 stellte ROLF weitere Prototypen vor. Zum ersten Mal konnte man die Reaktionen auf das Produkt abschätzen.Es begeisterte, doch die erwünschte Qualität der Brillen blieb aufgrund unpräziser Verarbeitung aus. Ohne Chancen bei den Banken drohte das Projekt – trotz positiver Resonanz – zu scheitern.

Durch finanzielle Unterstützung der Familien konnte in neue Maschinen investiert werden. Es waren 6 Monate Zeit die Brillen zu optimieren um sie im September 2009 auf der Silmo in Paris vorstellen zu können. Das Gelenk wurde optimiert und die Prozesse überarbeitet. Im August 2009 wurde die erste perfekte Rolf Brille zum Silmo d’Or eingereicht. Die Nomination war für ROLF schon unglaublich, der Sieg unfassbar. Die Brillen sind unabhängig, was Material und Fertigungstechnik anbelangt. Es müssen fast alle Maschinen speziell konstruiert und umgebaut werden. In der Anfangsphase wurden Mopedbremsen, alte Zylinder und vieles mehr aus Geldmangel provisorisch zu Maschinen für die Produktion umfunktioniert.

Ein Beispiel hierfür ist die Silk-Cut 300, die den speziell hergestellten Faden für die Verglasung fertigt. Sie wurde rein aus gebrauchten Teilen eines befreundeten Schrotthändlers gebaut und fertigt bis heute alle ROLF-Verglasungsfäden. Um damals die ersten Formteile biegen zu können, wurden aus dem Wohnzimmertisch und der Melkmaschine des Nachbarn, welcher die Bauernschaft aufgegeben hatte, die Hölzer gepresst. Zu Beginn wurde immer mit einfachsten Mitteln gearbeitet. Verwendung findet die Presse noch in der Entwicklung. Auch der Weg zur Steinbrille hat dort begonnen. Für die Brillenfertigung kommen mittlerweile hochpräzise Maschinen zum Einsatz bis die Fassungen in qualifizierte Hände geraten, die sie weiter verarbeiten.

ROLF baut auf Regionalität daher ist es wichtig den Leuten zu zeigen wer und wo die Firma ist. Auf ein „handmade in tirol“ wird großen Wert gelegt. Das ROLF-Motto lautet: „Wo andere aufhören, fangen wir an.“ Es soll gezeigt werden dass auch in ländlicher Gegend mit vorhandenen Gegebenheiten etwas geschaffen werden kann. Ohne einer Auslagerung der Produktion wird somit auch die Region gefördert.

ROLF Spectacles ist: Einzigartig, leicht, hoher Tragekomfort, ausdrucksstark, nachhaltig, schraubenlos, wartungsfrei, authentisch,
lebendig, innovative Technik, qualitativ hochwertig, antistatisch, antiallergisch, hausintern produziert,…

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Holzbrillen

Holz ist ein interessantes Material und fand schon immer viel Verwendung im privaten Bereich von den Firmengründern. Zu diesem Zeitpunkt war es ein wenig verwendetes Material in der Branche. Da fragt man sich, warum?! Die Erkenntnis kam schnell, denn die ersten Probleme ließen nicht lange auf sich warten. Holz ist kein homogenes Material. Man muss die richtigen Werkzeuge wählen um optimale Ergebnisse zu erzielen, um das Material in Form bringen und bearbeiten zu können. Holz lebt. Genau diese Eigenschaft macht es auch interessant. Manche Holzarten werden mit der Zeit heller, andere dunkeln nach. Wenn das Holz Feuchtigkeit aufnimmt, quillt es auf. Wird dem Holz die Feuchtigkeit entzogen, schwindet das Material. Damit das Brillengestell in Form bleibt, muss der Rohstoff sorgfältig ausgewählt werden. Eigens entwickelte Technologien bringen das Holz in die richtige Form und eliminieren einen möglichen Verzug und Verspannungen im Material.
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Steinbrillen

ROLF ist immer auf der Suche nach neuen Werkstoffen die der Firmenphilosophie entsprechen. Der Reiz dabei ist, sich an Materialien zu versuchen, die noch nicht am Markt sind und so entsprang die Idee eine Brille aus Stein zu entwickeln. Schiefer bröckelt, splittert ab und bricht aus. Diese Eigenschaften ließen ROLF an der Machbarkeit des Projektes zweifeln. Um die Struktur des Steins beim Pressvorgang nicht zu zerstören und ohne zu brechen über die Backen der Brille zu ziehen, wurden neue Technologien entwickelt. Auch der Verschleiß der Werkzeuge und die Bearbeitungsdauer der „woodstone“ sind höher als bei Holzbrillen. Stein ist die perfekte Ergänzung zu Holz- und Bambusfassungen, da auch er über einzigartige Strukturen verfügt, die in diesem Fall in tausenden von Jahren entstanden sind. Der blättrige Aufbau des Schiefers verleiht der Fassung eine lebendige, edel erscheinende Oberfläche.
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