Lindberg

1979. Poul-Jorn Lindberg ging langsam das Licht aus. Das Augenlicht. Der gelernte Optiker brauchte selbst eine Brille, sah sich im eigenen Laden in Aarhus um, fand aber nur, was ihm nicht richtig gefiel: uninspirierte Sehhilfen, die unbequem auf der Nase turnten. Spätestens da ging ihm ein Licht auf.

In ihm reifte ein richtungsweisender Entschluss: Eine eigene, von ihm (mit-)konzipierte Brille musste her. Den richtigen Partner fand er mit dem renommierten Architektenbüro Dissing & Weitling. Zusammen machten sie sich ans Werk, eine „schlichte, schöne und funktionelle“ Brillenfassung zu schaffen, die von etwas völlig Andersartigem ausging: der neuen Leichtigkeit des Sehens – eine fast revolutionäre Interpretation von Komfort und Ästhetik für Brillen. Man darf sogar behaupten, im hohen Norden wurde Brillendesign neu entdeckt. Minimalistisch, puristisch, …skandinavisch. Drei Prinzipien bestimmten von nun an alles, was seitdem aus dem Hause LINDBERG den anspruchsvollen Brillenträger von heute faszinieren sollte: Tragekomfort, Design und Funktionalität. Zuerst begab man sich auf die Suche nach geeignetem Material. Fündig wurde man bei einem der anspruchvollsten Materialien überhaupt – Titan.

Es war extrem leicht, extrem belastbar und bot den perfekten Spagat aus Stabilität und Flexibilität. Am Ende Tages stand mit „Air Titanium“ die erste Design-Line. Hier setzte sich durch, was auch für alle späteren Entwicklungen gelten sollte: weniger ist mehr. Wo man nur konnte, wurde auf unnötigen „Ballas“ verzichtet. Schrauben, Nieten und Lötstellen, traditionelle Schwachpunkte und verunstaltende Teile einer Brille, sucht man vergeblich. Dass alles darüber hinaus in Handarbeit gefertigt wurde, verlieh den LINDBERG-Brillen ein zusätzliches, kaum hoch genug anzusetzendes Standing.